Photovoltaik · Anlagengröße

PV-Anlage mit 5, 10, 15 oder 20 kWp: Kosten, Ertrag und die richtige Größe

Wie viel kWp Sie brauchen, was jede Größe 2026 kostet, wie viel Strom sie erzeugt und welche Förderung es gibt.

  • 5 kWp: ab 7.000 €
  • 10 kWp: ab 12.000 €
  • 20 kWp: ab 21.000 €
  • Förderung: 150 € je kWp

Aktualisiert: September 2026 · Lesezeit: 9 Minuten · Von Mario Zintl, Geschäftsführung EBZ Energie

Welche Anlagengröße passt zu Ihnen?

Die Größe einer PV-Anlage wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben, der Spitzenleistung unter Normbedingungen. Wie viel kWp Sie brauchen, hängt von drei Dingen ab: Ihrem heutigen Stromverbrauch, Ihren Plänen für die nächsten Jahre und der verfügbaren Dachfläche. Die Faustregel für den Start:

Faustregel

Jahresverbrauch in kWh geteilt durch 1.000 ergibt die sinnvolle Mindestgröße in kWp. Dazu rechnen Sie geplante Verbraucher: Eine Wärmepumpe braucht im Einfamilienhaus rund 3.000 bis 4.000 kWh im Jahr, ein E-Auto bei 12.000 Kilometern rund 2.000 kWh.

Beispiel: Eine Familie mit 4.000 kWh Haushaltsstrom plant eine Luftwärmepumpe (3.500 kWh) und ein E-Auto (2.200 kWh). Zusammen sind das knapp 10.000 kWh, die sinnvolle Größe liegt also bei 10 kWp oder etwas darüber.

5, 10, 15 und 20 kWp im direkten Vergleich

5 kWp10 kWp15 kWp20 kWp
Module (ca. 430 Wp)rund 12rund 24rund 35rund 47
Dachflächerund 25 m²rund 50 m²rund 75 m²rund 100 m²
Stromerzeugung pro Jahr*5.000 bis 5.700 kWh10.000 bis 11.500 kWh15.000 bis 17.000 kWh20.000 bis 23.000 kWh
Passt fürSingles, Paare, kleiner VerbrauchFamilie, oft mit WärmepumpeWärmepumpe und E-Autogroßer Verbrauch, Landwirtschaft, Betrieb
Preis ohne Speicher**7.000 bis 10.000 €12.000 bis 18.000 €17.000 bis 24.000 €21.000 bis 30.000 €
EAG-Förderung (Okt. 2026)rund 750 €rund 1.500 €rund 2.100 €rund 2.800 €

* Richtwert für Kärnten und die Steiermark bei guter Südausrichtung ohne Verschattung, 1.000 bis 1.150 kWh je kWp. ** Schlüsselfertig inklusive Montage und 20 Prozent Umsatzsteuer.

Je größer die Anlage, desto günstiger das kWp Mittelwert der Preisspanne je kWp, schlüsselfertig inkl. 20 % USt, ohne Speicher 1.700 €5 kWp1.500 €10 kWp1.370 €15 kWp1.280 €20 kWp
Fixkosten für Gerüst, Elektrik, Wechselrichter und Anmeldung verteilen sich bei größeren Anlagen auf mehr Leistung.

5 kWp: Der Einstieg

Eine 5-kWp-Anlage passt zu kleinen Haushalten mit 2.500 bis 4.000 kWh Verbrauch, zu kleinen Dachflächen oder als Zweitanlage auf Garage oder Carport. Sie ist die günstigste Anlage in absoluten Euro, pro kWp aber die teuerste, weil Gerüst, Wechselrichter und Anmeldung fast gleich viel kosten wie bei einer doppelt so großen Anlage. Wer eine Erweiterung plant, sollte gleich einen passenden Wechselrichter wählen.

10 kWp: Der Standard fürs Einfamilienhaus

Mit rund 10.000 kWh im Jahr deckt eine 10-kWp-Anlage den Verbrauch einer Familie und einen guten Teil einer Wärmepumpe ab. Mit 5 bis 10 kWh Speicher steigt der Eigenverbrauch deutlich. Ein Komplettangebot finden Sie unter Photovoltaik-Komplettanlage 10 kWp mit Speicher.

15 kWp: Für Haus mit Wärmepumpe und E-Auto

Wer mit Strom heizt und fährt, profitiert von jeder zusätzlichen Kilowattstunde. 15 kWp liefern auch im Frühjahr und Herbst genug für Wärmepumpe und Auto. Der Preis je kWp ist bereits deutlich niedriger als bei kleinen Anlagen.

20 kWp: Für großen Verbrauch

20 kWp lohnen sich bei hohem Eigenverbrauch, etwa in der Landwirtschaft, mit Einliegerwohnung, Pool, zwei E-Autos oder im kleinen Betrieb. Überschüsse lassen sich über eine Energiegemeinschaft oft besser verwerten als über die reine Einspeisung. Ab dieser Größe kann der Netzbetreiber eine Einspeisebegrenzung vorschreiben, das klären wir mit dem Netzzugangsantrag.

Förderung: Achtung an der 10-kWp-Grenze

Im letzten EAG-Fördercall 2026 (8. bis 22. Oktober) gelten diese Sätze: 150 Euro je kWp bis 10 kWp (Kategorie A), 140 Euro je kWp über 10 bis 20 kWp (Kategorie B) und 150 Euro je kWh Speicher, wenn der Speicher mindestens 0,5 kWh je kWp hat. Daraus ergibt sich ein Detail, das viele übersehen:

AnlagengrößeKategorieFörderung
10,0 kWpA, 150 € je kWp1.500 €
10,5 kWpB, 140 € je kWp1.470 €
11,0 kWpB, 140 € je kWp1.540 €

Eine Anlage knapp über 10 kWp bekommt rechnerisch sogar etwas weniger Förderung als eine mit genau 10 kWp. Erst ab rund 10,7 kWp gleicht sich das aus. Bei der Auslegung achten wir deshalb darauf, die Kategoriegrenze sinnvoll zu nutzen. Alle Details zur Förderung finden Sie im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Österreich 2026.

Welche Größe passt zu Ihrem Dach?

Wir prüfen Dachfläche, Statik und Verbrauch vor Ort und erstellen einen Projektbericht mit 3D-Belegplan und Statikreport, rechtzeitig vor dem Fördercall im Oktober.

Größer planen oder nicht? Die Rechnung mit der Einspeisung

Früher galt: Anlage so groß wie das Dach. Heute ist es differenzierter, denn eingespeister Strom bringt nur den OeMAG-Marktpreis, im Juli 2026 waren das 6,146 Cent je Kilowattstunde (siehe OeMAG-Einspeisetarif). Selbst verbrauchter Strom spart dagegen rund 25 bis 30 Cent. Die Wirtschaftlichkeit hängt deshalb vor allem am Eigenverbrauch.

Trotzdem spricht einiges dafür, eher großzügig zu planen:

  • Zusätzliche kWp sind günstig, weil Gerüst, Elektrik und Anmeldung ohnehin anfallen.
  • Wärmepumpe, E-Auto oder Klimagerät kommen oft erst ein paar Jahre nach der PV-Anlage.
  • Eine spätere Erweiterung kostet pro kWp deutlich mehr als eine gleich größere Anlage.
  • Mit Energiegemeinschaft und dynamischem Stromtarif lässt sich Überschuss besser verwerten.
Ehrlich gesagt: Für einen Zwei-Personen-Haushalt ohne Wärmepumpe und E-Auto ist eine 20-kWp-Anlage meist überdimensioniert. Wir empfehlen die Größe, die zu Ihrem Verbrauch und Ihren Plänen passt, nicht die größte, die aufs Dach passt.

So finden wir die richtige Größe für Sie

  1. Verbrauch und PläneWir sehen uns Ihre Stromrechnung an und besprechen Wärmepumpe, E-Auto und andere geplante Verbraucher.
  2. Dach vor Ort prüfenAusrichtung, Neigung, Verschattung, Statik und Zählerkasten.
  3. ProjektberichtSie erhalten einen 3D-Belegplan und Statikreport mit der passenden Anlagen- und Speichergröße.
  4. FörderungWir reichen den EAG-Antrag im Fördercall ein und kümmern uns um die Landesförderung.
  5. MontageUnser eigenes Team montiert und nimmt die Anlage in Betrieb.

Fazit: Die richtige Größe folgt dem Verbrauch von morgen

5 kWp für den kleinen Haushalt, 10 kWp als Standard für die Familie, 15 kWp mit Wärmepumpe und E-Auto, 20 kWp für großen Verbrauch. Weil jedes zusätzliche kWp günstiger wird, lohnt es sich, künftige Verbraucher gleich mitzudenken. Und wer im Oktober-Fördercall einreichen will, sollte die Größe jetzt festlegen.

Jetzt Anlagengröße festlegen und Förderung sichern

Beratung, Projektbericht, Förderantrag und Montage aus einer Hand. Auf Wunsch mit Finanzierung, die Anlage gehört ab Tag 1 Ihnen.

Die passende Anlagengröße vom Fachbetrieb

EBZ Energie plant Photovoltaik in Kärnten und der Steiermark nach Ihrem Verbrauch und Ihren Plänen, nicht nach der Dachgröße. Mit Projektbericht, eigenen Fachkräften, Förderabwicklung und auf Wunsch Finanzierung.

Auslegung nach VerbrauchHeute und mit Wärmepumpe oder E-Auto von morgen.
3D-Belegplan und StatikreportVor der Entscheidung, nicht danach.
Förderung optimiertKategoriegrenzen und Speicherquote im Blick.
Finanzierung möglichAnlage gehört ab Tag 1 Ihnen.

Kostenlose Erstberatung   +43 650 220 26 26

Häufige Fragen

Wie viel kWp brauche ich für mein Einfamilienhaus?

Als Faustregel teilen Sie Ihren Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden durch 1.000. Ein Haushalt mit 4.000 kWh kommt so auf rund 4 bis 5 kWp. Planen Sie eine Wärmepumpe oder ein E-Auto, rechnen Sie deren Verbrauch dazu, dann landen viele Familien bei 10 bis 15 kWp.

Was kostet eine PV-Anlage mit 5, 10, 15 oder 20 kWp?

Schlüsselfertig inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer und ohne Speicher kosten 5 kWp meist 7.000 bis 10.000 Euro, 10 kWp 12.000 bis 18.000 Euro, 15 kWp 17.000 bis 24.000 Euro und 20 kWp 21.000 bis 30.000 Euro. Je größer die Anlage, desto günstiger ist jedes kWp.

Wie viel Strom erzeugt 1 kWp in Kärnten und der Steiermark?

Bei guter Ausrichtung ohne Verschattung erzeugt ein Kilowatt-Peak in unserer Region im Jahr grob 1.000 bis 1.150 Kilowattstunden. Ost-West-Dächer liegen etwas darunter, erzeugen den Strom aber gleichmäßiger über den Tag.

Wie viel Dachfläche braucht eine 10-kWp-Anlage?

Mit modernen Modulen um 430 Watt braucht 1 kWp rund 5 Quadratmeter Dachfläche. Eine 10-kWp-Anlage benötigt also etwa 50 Quadratmeter, eine 20-kWp-Anlage rund 100 Quadratmeter, jeweils ohne Randabstände und Dachfenster.

Ist eine größere PV-Anlage immer besser?

Nicht automatisch. Der Überschuss bringt beim Einspeisen derzeit nur rund 6 Cent je Kilowattstunde. Größer lohnt sich, wenn Wärmepumpe, E-Auto oder eine Energiegemeinschaft den Strom sinnvoll nutzen. Da jedes zusätzliche kWp vergleichsweise günstig ist, raten wir meist, das Dach eher großzügig zu planen, wenn der Verbrauch in den nächsten Jahren steigt.

Wie viel Förderung gibt es für 5, 10, 15 oder 20 kWp?

Im Fördercall von 8. bis 22. Oktober 2026 gibt es bis 10 kWp 150 Euro je kWp, über 10 bis 20 kWp 140 Euro je kWp. Das ergibt rund 750 Euro für 5 kWp, 1.500 Euro für 10 kWp, 2.100 Euro für 15 kWp und 2.800 Euro für 20 kWp. Speicher bringen zusätzlich 150 Euro je kWh.

Wie groß sollte der Speicher zur PV-Anlage sein?

Für die Förderung braucht der Speicher mindestens 0,5 kWh je kWp PV-Leistung. In der Praxis haben sich für Einfamilienhäuser 1 bis 1,5 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch bewährt. Bei 10 kWp PV sind 5 bis 10 kWh Speicher typisch.

Mario Zintl, Geschäftsführer EBZ Energie GmbH
Fachlich geprüft von Mario Zintl, Geschäftsführung EBZ Energie GmbH. EBZ Energie mit Sitz in der Triglavstraße 15, 9500 Villach, plant und installiert Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Wallboxen und Infrarotheizungen in Kärnten und der Steiermark und übernimmt die komplette Förderabwicklung. Preise, Erträge und Fördersätze werden laufend anhand realer Projekte und der OeMAG-Vorgaben aktualisiert. Keine Rechts- oder Steuerberatung, maßgeblich sind die offiziellen Förderbedingungen der jeweiligen Stelle.

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