Förderung · Kärnten

Photovoltaik-Förderung Kärnten 2026: 3.000 Euro Landespauschale, 2. Call bis 31. Dezember 2026

Kärnten fördert 2026 neue private PV-Anlagen mit Speicher pauschal mit 3.000 Euro, ohne Anrechnung der EAG-Bundesförderung. Der zweite Landes-Call läuft vom 12. Oktober bis 31. Dezember 2026. Der letzte EAG-Call des Bundes lief vom 8. bis 22. Oktober 2026, derzeit ist kein Bundeszuschuss beantragbar; im Call 2026 waren für 8 kWp mit 8 kWh rund 5.760 Euro Gesamtförderung möglich, aktuell sind es 3.000 Euro vom Land.

  • Land Kärnten: 3.000 € Pauschale
  • Speicher-Nachrüstung: 1.000 €
  • EAG-Bund: Call 2026 beendet
  • 2. Landes-Call: 12. Oktober bis 31. Dezember 2026
  • Aktualisiert: Oktober 2026
  • Lesezeit: 14 Minuten
  • Fachlich geprüft von Mario Zintl
Einfamilienhaus in Kärnten mit Photovoltaikanlage auf dem Dach
3.000 €Landespauschale für PV ab 5 kWp mit Speicher
150 €/kWpEAG-Bundesförderung bis 10 kWp im Call 2026
31.12.2026Ende des 2. Kärntner Landes-Calls (Start 12.10.)
~32 %Förderquote im Rechenbeispiel*

Die Photovoltaik-Förderung Kärnten 2026 im Überblick

Das Land Kärnten fördert 2026 private PV-Anlagen ab 5 kWp mit mindestens 5 kWh Speicher pauschal mit 3.000 Euro, die Speicher-Nachrüstung mit 1.000 Euro. Antrag online vom 12. Oktober bis 31. Dezember 2026 (zweiter Call, Start 9 Uhr), maximal 50 Prozent der Baukosten, Budget rund 10 Millionen Euro, Anlagen ab 1. Jänner 2026 errichtet (Quelle: Land Kärnten, Stand Oktober 2026). Der EAG-Zuschuss des Bundes kam im Call 2026 ohne Anrechnung dazu; der letzte Call endete am 22. Oktober 2026, derzeit ist der Bund nicht beantragbar.

Kärnten zählt mit über 1.900 Sonnenstunden im Jahr zu den einstrahlungsreichsten Regionen Österreichs und hat 2026 zusätzlich seine PV-Landesförderung grundlegend vereinfacht. Statt der degressiven Sätze pro Kilowattpeak aus den Vorjahren gibt es jetzt eine Pauschale: Wer eine neue private PV-Anlage mit mindestens 5 kWp errichtet und gleichzeitig einen Stromspeicher mit mindestens 5 kWh nutzbarer Kapazität installiert, erhält 3.000 Euro vom Land. Der Betrag gilt unabhängig von der Anlagengröße, eine 12-kWp-Anlage bekommt dieselbe Pauschale wie eine 5-kWp-Anlage.

Wer bereits eine PV-Anlage besitzt und nur einen Speicher ab 5 kWh nachrüstet, erhält 1.000 Euro. Für betriebliche Eigenverbrauchsanlagen gibt es eine eigene Schiene mit bis zu 200 Euro pro kWp.

Förderschiene Land KärntenVoraussetzungFörderhöhe 2026
Neue private PV-Anlage mit Speicherab 5 kWp PV und ab 5 kWh nutzbarer Speicherkapazität3.000 € Pauschale
Speicher-Nachrüstung an BestandsanlageSpeicher ab 5 kWh1.000 € Pauschale
Reine PV-Anlage ohne Speicherkeine Landesförderung mehr0 € (EAG-Bund nur im Call 2026)
Betriebliche Eigenverbrauchsanlageeigenverbrauchsoptimierte Auslegungbis 200 €/kWp, max. 45 % der Kosten, max. 500.000 € je Standort

Insgesamt stellt das Land Kärnten 2026 rund 40 Millionen Euro für die Energieförderung bereit, ein ähnlich hohes Budget wie im Vorjahr, in dem rund 13.000 Förderfälle abgewickelt wurden. Der erste Landes-Call lief vom 15. April bis 30. Juni 2026, der zweite Call mit rund 10 Millionen Euro Budget vom 12. Oktober bis 31. Dezember 2026. Zwei Grenzen gelten: maximal 50 Prozent der Baukosten, und Landesförderungen der letzten zehn Jahre werden berücksichtigt. Die wichtigste Neuerung für die Kalkulation: Die bisher nötige Anrechnung von Bundesförderungen auf die Landespauschale entfällt komplett.

Stand: Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Richtlinien des Landes Kärnten.

EAG-Bundesförderung 2026: die zweite Säule

Im Call 2026 entfaltete die Kärntner Landesförderung ihre volle Wirkung erst in Kombination mit dem EAG-Investitionszuschuss des Bundes. Mit der EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom-Novelle 2026, kundgemacht am 16. Jänner 2026, waren die Konditionen für das Förderjahr fixiert. Die Fördersätze waren nach Anlagengröße in vier Kategorien gestaffelt und sind derzeit nicht beantragbar:

KategorieAnlagengrößeFördersatz PVVergabe
Abis 10 kWp150 €/kWpFirst-Come-First-Served
Büber 10 bis 20 kWp140 €/kWpFirst-Come-First-Served
Cüber 20 bis 100 kWpmax. 130 €/kWpBieterverfahren
Düber 100 bis 1.000 kWpmax. 120 €/kWpBieterverfahren

Stromspeicher förderte der Bund 2026 mit 150 Euro je kWh bis maximal 50 kWh, allerdings nur in Kombination mit einer PV-Neuerrichtung oder -Erweiterung. Dazu kam der Made-in-Europe-Bonus von jeweils 10 Prozent pro Komponente für PV-Module, Wechselrichter und Speicher, sofern die Produkte auf der White List der EAG-Abwicklungsstelle standen.

Die drei EAG-Fördercalls 2026 liefen vom 23. April bis 11. Mai, vom 16. bis 30. Juni sowie vom 8. bis 22. Oktober. Die Antragstellung erfolgte online über die EAG-Abwicklungsstelle, in den Kategorien A und B mit Ticketziehung nach Eingang, und musste vor Inbetriebnahme der Anlage gestellt werden. Die Kärntner Landesförderung wird dagegen erst nach Fertigstellung beantragt. Mehr zu den Bundeskonditionen im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Österreich 2026.

Stand ab 23. Oktober 2026: Der dritte Call lief vom 8. bis 22. Oktober 2026 und war der letzte im bisherigen System. Neue Anlagen bekommen derzeit keinen Bundeszuschuss. Ab 2027 ist laut Eckpunkten des BMWET eine Systemförderung geplant, aber nicht beschlossen: Antrag nach Installation und Rechnung statt Fördercall, gefördert werden sollen Speicher mit intelligenter Steuerung, auch als Nachrüstung; Projekte mit intelligentem Speicher, die ab 1. November 2026 in Betrieb gehen, sollen 2027 beantragbar sein. Höhe und Technikkriterien sind noch offen.

Wer jetzt in Kärnten plant, baut deshalb sinnvoll mit Speicher und Energiemanagement: Das Land zahlt die 3.000 Euro nur mit Speicher, und die Anlage wahrt die Chance auf die Systemförderung 2027.

Voraussetzungen für die Landesförderung Kärnten

Die Kärntner Bedingungen sind im Vergleich zu anderen Bundesländern klar formuliert, jede Abweichung führt aber zur Ablehnung. Diese Punkte müssen erfüllt sein:

  • Speicherpflicht: mindestens 5 kWp PV-Leistung und 5 kWh nutzbare Speicherkapazität. Reine PV-Anlagen ohne Speicher fördert das Land 2026 nicht.
  • Netzkopplung: Inselanlagen ohne Verbindung zum öffentlichen Netz sind nicht förderfähig. Anlagen, die ausschließlich als Volleinspeiser laufen, ebenfalls nicht.
  • Rechnungsdatum: Module, Wechselrichter und Speicher müssen nach dem 1. Jänner 2026 in Rechnung gestellt worden sein.
  • Eigentum: Sie sind Eigentümer der Liegenschaft oder legen eine schriftliche Einwilligung des Eigentümers vor.
  • Zahlung: Barzahlungen werden nicht akzeptiert, alle Rechnungen müssen per Überweisung beglichen sein.
  • Keine Doppelförderung: Für denselben Förderzweck darf in den letzten zehn Jahren kein Antrag gestellt worden sein.
  • Fachbetrieb: Montage und Inbetriebnahme durch ein gewerblich befugtes Unternehmen, inklusive Abnahme- beziehungsweise Prüfprotokoll.
Wichtig: Wer keinen Speicher installieren möchte, verliert die 3.000-Euro-Pauschale; ein Bundeszuschuss für die PV-Anlage ist seit Ende des Calls 2026 derzeit nicht beantragbar. Bei einem 5-kWh-Speicher ab rund 3.000 Euro Mehrkosten* rechnet sich die Pauschale in der Regel bereits über die Förderung selbst.

*Richtwert für marktübliche Heimspeicher inklusive Installation. Der tatsächliche Preis hängt von Hersteller, Kapazität und Aufwand vor Ort ab.

Antragstellung in Kärnten: Schritt für Schritt

Der zentrale Unterschied zwischen Land und Bund war 2026 der Zeitpunkt: Der Kärntner Landesantrag wird erst nach vollständiger Fertigstellung gestellt, der EAG-Antrag musste im Call 2026 zwingend vor Inbetriebnahme liegen. So lief die Kombination 2026; seit dem Ende des letzten Calls am 22. Oktober 2026 entfällt Schritt 1 derzeit:

  1. EAG-Antrag vor der ErrichtungIm Call 2026 wurde am ersten Tag des EAG-Calls (23. April, 16. Juni oder 8. Oktober 2026; der letzte Call endete am 22. Oktober) das Ticket gezogen und der Bundesantrag online eingereicht, mit Zählpunktnummer, Netzzugangsvertrag und allen Genehmigungen oder Anzeigen. Ab 2027 soll der Antrag laut BMWET nach der Installation gestellt werden (geplant, nicht beschlossen).
  2. Montage und InbetriebnahmeErrichtung durch ein gewerblich befugtes Unternehmen. Alle Hauptkomponenten müssen nach dem 1. Jänner 2026 in Rechnung gestellt und per Überweisung bezahlt sein.
  3. Landesantrag nach FertigstellungIm zweiten Call zwischen 12. Oktober (ab 9 Uhr) und 31. Dezember 2026 den Antrag online über die Förderplattform des Landes Kärnten stellen: Rechnungen, Zahlungsnachweise und Abnahme- beziehungsweise Prüfprotokoll hochladen. Der erste Call lief vom 15. April bis 30. Juni 2026.
  4. Prüfung und AuszahlungBei vollständigen Unterlagen wird die 3.000-Euro-Pauschale auf das angegebene Konto überwiesen. Da eine Reihung nach Eingang der vollständigen Anträge erfolgen kann, lohnt sich eine zeitnahe Einreichung.

Der häufigste Fehler

Wer den Landesantrag vor der Fertigstellung stellt, wird abgelehnt. Im Call 2026 verlor zudem die Bundesförderung, wer vor dem EAG-Antrag in Betrieb nahm; für die geplante Systemförderung 2027 soll der Antrag laut BMWET erst nach der Installation kommen. Planen Sie die Termine gemeinsam mit Ihrem Fachbetrieb, bevor die erste Rechnung gestellt wird.

Förderabwicklung in Kärnten aus einer Hand

EBZ Energie aus Villach stellt den Landesantrag nach Fertigstellung, prüft die Gemeindeförderung an Ihrem Wohnort und plant Speicher und Energiemanagement mit Blick auf die Systemförderung 2027.

Kombination mit dem Bund: die Rechnung im Detail

Der attraktivste Aspekt der Kärntner Reform 2026 war die volle Kombinierbarkeit mit dem EAG-Investitionszuschuss. Eine typische 8-kWp-Anlage mit 8-kWh-Speicher kostet inklusive Montage rund 18.000 Euro*. So setzte sich die Förderung im Call 2026 zusammen; die Bundesposten sind derzeit nicht beantragbar:

PositionBerechnungBetrag
EAG-Bund, PV-Anlage, im Call 20268 kWp × 150 €/kWp1.200 €
EAG-Bund, Speicher, im Call 20268 kWh × 150 €/kWh1.200 €
Made-in-Europe-Bonus, im Call 202610 % je Komponente auf den EAG-Zuschussrund 360 €
Land KärntenPauschale PV mit Speicher3.000 €
Gesamtförderung im Call 2026rund 32 % von 18.000 €rund 5.760 €
Aktuell (Bund derzeit nicht beantragbar)nur Landespauschale, rund 17 % von 18.000 €3.000 €

Bei größeren Anlagen stieg der Betrag im Call 2026 weiter: Eine 12-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher (Kategorie B) brachte aus dem Bund 1.680 Euro für die PV-Anlage plus 1.500 Euro für den Speicher, also 3.180 Euro, dazu die Kärntner Pauschale von 3.000 Euro. Mit Made-in-Europe-Bonus lag die Gesamtförderung damit bei rund 6.600 bis 6.800 Euro. Aktuell bleibt auch hier die Landespauschale von 3.000 Euro, weil die Pauschale unabhängig von der Anlagengröße ist. Zusätzliche Gemeindeförderungen können noch dazukommen.

Zum Vergleich: Der Richtpreis für eine 10-kWp-Anlage mit Speicher liegt bei rund 15.000 bis 22.000 Euro vor Förderung. Was danach bleibt, lässt sich über eine Finanzierung ab 147 Euro im Monat inklusive Speicher abbilden, die Anlage gehört dabei ab dem ersten Tag Ihnen.

*Beispielkonditionen für eine marktübliche Anlage inklusive Montage; Bundesposten nach den Sätzen im Call 2026 (beendet). Der Made-in-Europe-Bonus setzte Komponenten von der White List der EAG-Abwicklungsstelle voraus.

Gemeindeförderungen in Kärnten: der oft übersehene Zusatztopf

Neben Land und Bund bieten viele Kärntner Gemeinden eigene PV-Förderprogramme an. Die Bandbreite reicht von pauschalen Fixzuschüssen über Speicherboni bis zu prozentualen Beteiligungen an den Investitionskosten. Manche Gemeinden setzen Schwerpunkte auf Stromspeicher, andere auf Wallboxen.

Weil sich diese Programme jährlich ändern und nicht zentral veröffentlicht werden, lohnt sich ein Anruf bei der Wohnsitzgemeinde oder ein Blick auf deren Website. In vielen Fällen sind Gemeindeförderungen zusätzlich zur Landesförderung kombinierbar, sofern die beihilferechtlichen Höchstgrenzen eingehalten werden. EBZ Energie prüft für jeden Kunden in Kärnten, welche Zuschüsse vor Ort möglich sind.

Photovoltaik und Wärmepumpe: die Kombination für Kärnten

Wer die Energiekosten dauerhaft senken will, kombiniert die PV-Anlage mit einer Wärmepumpe. Die PV-Anlage erzeugt tagsüber Sonnenstrom, die Wärmepumpe deckt Heizung und Warmwasser und nutzt im Idealfall direkt den selbst produzierten Strom. In dieser Kombination sind laut Erfahrungswerten von EBZ Energie bis zu 85 Prozent Ersparnis bei den Energiekosten möglich.

Förderseitig profitieren Sie doppelt: Für die PV-Anlage gelten die hier beschriebenen Förderungen, für die Wärmepumpe gibt es eigene Schienen wie die Sanierungsoffensive des Bundes oder „Sauber Heizen für Alle“. Ein Energiemanagementsystem, das beide Anlagen steuert, wird seit Juni 2026 zusätzlich vom Klima- und Energiefonds gefördert (siehe EMS-Förderung 2026).

Fazit: Kärnten ist 2026 das Bundesland mit der höchsten PV-Landespauschale

Die einheitliche 3.000-Euro-Pauschale, die volle Kombinierbarkeit mit dem Bund im Call 2026 und die hohe Sonneneinstrahlung im Süden Österreichs ergaben eine Förderkonstellation, die es 2026 in keinem anderen Bundesland gab (Vergleich: PV-Landesförderungen aller neun Bundesländer). Im Call 2026 waren für eine typische Privatanlage rund 5.700 bis 6.800 Euro Gesamtförderung realistisch.

Der letzte EAG-Call endete am 22. Oktober 2026, derzeit ist kein Bundeszuschuss beantragbar. Beantragbar bleibt die Landespauschale: Der zweite Landes-Call läuft vom 12. Oktober bis 31. Dezember 2026 mit rund 10 Millionen Euro Budget, der Antrag kommt nach Fertigstellung. Wer jetzt plant, baut mit Speicher und Energiemanagement: Das sichert die 3.000 Euro und wahrt die Chance auf die Systemförderung 2027, die laut BMWET geplant, aber nicht beschlossen ist.

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Förderabwicklung komplettLandesantrag Kärnten, Gemeindeförderung, Endabrechnung und Blick auf die Systemförderung 2027.
Förderfähig geplantMindestens 5 kWp und 5 kWh, Speicher mit Energiemanagement, europäische Komponenten.
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Häufige Fragen

Wie hoch ist die maximale Photovoltaik-Förderung in Kärnten 2026?
Aktuell 3.000 Euro Landespauschale für PV ab 5 kWp mit Speicher ab 5 kWh, denn der letzte EAG-Call endete am 22. Oktober 2026 und der Bund ist derzeit nicht beantragbar. Im Call 2026 waren für 8 kWp mit 8 kWh rund 5.760 Euro möglich (3.000 Euro Land plus 2.400 Euro Bund plus Made-in-Europe-Bonus). Gemeindeförderungen können den Betrag erhöhen.
Bekomme ich die Kärntner PV-Förderung auch ohne Speicher?
Nein. Die Richtlinie 2026 schreibt für jede neu geförderte Anlage einen stationären Stromspeicher mit mindestens 5 kWh nutzbarer Kapazität vor, die PV-Anlage muss mindestens 5 kWp leisten. Ohne Speicher gab es nur im Call 2026 die EAG-Bundesförderung mit 150 Euro je kWp; derzeit ist der Bund nicht beantragbar.
Wann muss ich den Antrag in Kärnten 2026 stellen?
Der zweite Landes-Call läuft vom 12. Oktober bis 31. Dezember 2026 (der erste lief vom 15. April bis 30. Juni), der Antrag wird erst nach vollständiger Fertigstellung der Anlage über die Förderplattform des Landes gestellt. Der letzte EAG-Call des Bundes lief vom 8. bis 22. Oktober 2026 (Antrag vor Inbetriebnahme) und ist beendet; ab 2027 ist laut BMWET ein Antrag nach Installation geplant, nicht beschlossen.
Wird die Bundesförderung auf die Kärntner Pauschale angerechnet?
Nein, nicht mehr. Seit 2026 entfällt die Anrechnung von Bundesförderungen auf die Landespauschale. Im Call 2026 gab es daher den vollen EAG-Investitionszuschuss und zusätzlich die 3.000 Euro vom Land Kärnten. Derzeit ist kein Bundeszuschuss beantragbar, die Landespauschale bleibt bis 31. Dezember 2026.
Was bekomme ich für eine Speicher-Nachrüstung an einer bestehenden Anlage?
Das Land Kärnten fördert die Nachrüstung eines Speichers ab 5 kWh an einer Bestandsanlage mit 1.000 Euro Pauschale. Die EAG-Bundesförderung griff 2026 bei reiner Nachrüstung nicht; laut BMWET soll die Nachrüstung von Speicher und Energiemanagement ab 2027 förderbar werden (geplant, nicht beschlossen). Details im Ratgeber zur Speicherförderung in Kärnten.
Werden auch betriebliche PV-Anlagen in Kärnten gefördert?
Ja. Betriebliche Eigenverbrauchsanlagen fördert das Land 2026 mit bis zu 200 Euro je kWp, maximal 45 Prozent der förderfähigen Investitionskosten und höchstens 500.000 Euro je Standort. Voraussetzung ist eine eigenverbrauchsoptimierte Auslegung, das Rechnungsdatum muss nach dem 1. Jänner 2026 liegen.
Welche Unterlagen brauche ich für den Landesantrag?
Rechnungen der Hauptkomponenten mit Datum nach dem 1. Jänner 2026, Zahlungsnachweise per Überweisung, das Abnahme- beziehungsweise Prüfprotokoll des Fachbetriebs sowie den Eigentumsnachweis oder die Einwilligung des Eigentümers. Die Einreichung erfolgt ausschließlich online über das Portal des Landes Kärnten.
Wer übernimmt die Förderabwicklung in Kärnten?
EBZ Energie mit Sitz in Villach übernimmt die komplette Abwicklung: Auswahl der Förderungen, Landesantrag nach Fertigstellung, Prüfung der Gemeindeförderung und die Vorbereitung auf die geplante Systemförderung 2027. Sie müssen sich um nichts kümmern.
Mario Zintl, Geschäftsführung EBZ Energie GmbH

Fachlich geprüft von Mario Zintl, Geschäftsführung EBZ Energie GmbH. Mario Zintl führt die EBZ Energie GmbH in Villach. Sein Team plant und montiert PV-Anlagen und Speicher in ganz Kärnten und wickelt die Landes-, Bundes- und Gemeindeförderungen für seine Kunden ab. Die Angaben werden anhand der offiziellen Richtlinien des Landes Kärnten und der EAG-Abwicklungsstelle aktualisiert. Keine Rechts- oder Steuerberatung, maßgeblich sind die offiziellen Förderbedingungen.

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