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Energiegemeinschaft Kärnten

Energiegemeinschaft · Kärnten Energiegemeinschaft in Kärnten: Solarstrom teilen statt billig einspeisen Rund 390 Kärntnerinnen und Kärntner suchen jeden Monat nach einer Energiegemeinschaft. Hier steht, wie sie funktioniert, was sie in Kärnten konkret bringt und wie Sie mit EBZ Energie einsteigen. Netzentgelt bis zu 57 % weniger Elektrizitätsabgabe entfällt OeMAG Juli 2026: 6,146 ct/kWh Start in 4 bis 8 Wochen Aktualisiert: August 2026 · Lesezeit: 8 Minuten · Von Mario Zintl, Geschäftsführung EBZ Energie 📍 Einzugsgebiet EBZ: Villach, Klagenfurt, Spittal, Feldkirchen, St. Veit, Völkermarkt, Wolfsberg, Hermagor und Umgebung. Für Gemeinden und Betriebe siehe Energiegemeinschaft für Gewerbe und Gemeinden. Auf den Punkt Eine Energiegemeinschaft (EG) lässt Sie PV-Überschuss zu einem selbst vereinbarten Preis an Haushalte und Betriebe im Nahbereich verkaufen, statt ihn zum OeMAG-Marktpreis abzugeben. In Kärnten entscheidet das Netz der Kärnten Netz GmbH über den Nahbereich: derselbe Trafo bedeutet lokal (minus 57 % Netzentgelt), dasselbe Umspannwerk regional (minus 28 %). Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften sind zusätzlich von Elektrizitätsabgabe und Erneuerbaren-Förderbeitrag befreit. EBZ Energie aus Villach nimmt Kunden in Kärnten in eine Energiegemeinschaft auf und wickelt Zählpunktfreigabe und Abrechnung über energyfamily ab. Was eine Energiegemeinschaft in Kärnten konkret ist Eine Energiegemeinschaft ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei Teilnehmern, die Strom aus erneuerbaren Quellen gemeinsam erzeugen, teilen und verbrauchen. Rechtsgrundlage ist seit 2021 das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, ab 1. Oktober 2026 übernimmt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) die Regeln. Für Sie als Hausbesitzer in Kärnten bedeutet das: Der Strom, den Ihre PV-Anlage mittags zu viel produziert, geht nicht mehr nur an die OeMAG oder Ihren Lieferanten, sondern an Nachbarn, Betriebe oder die Gemeinde im selben Netzgebiet. Zu einem Preis, den die Gemeinschaft selbst festlegt. Die physikalische Seite ändert sich dabei nicht. Der Strom fließt weiter über das Ortsnetz, der Smart Meter misst viertelstundengenau, und der Netzbetreiber rechnet aus, welcher Anteil Ihres Überschusses innerhalb der Gemeinschaft verbraucht wurde. Nur dieser Anteil wird zum EG-Preis abgerechnet. Was übrig bleibt, geht wie bisher an die OeMAG oder den Einspeisevertrag. So fließt der Strom in der Energiegemeinschaft PV-Erzeuger Überschuss tagsüber Öffentliches Netz Smart Meter misst Viertelstundenwerte, Netzbetreiber ordnet zu Netzentgelt reduziert Abnehmer in der Nähe Haushalte, Betriebe, Gemeinde Abrechnung über die Plattform (energyfamily) EG-Strom zum vereinbarten Preis, Rest wie gewohnt über Netzbetreiber und Lieferant Der Strom fließt physisch wie bisher durchs Netz. Neu ist nur die Zuordnung per Smart Meter und die Abrechnung zum EG-Preis. Wenn Sie das Grundprinzip noch genauer nachlesen wollen, erklärt unser Leitartikel zur Energiegemeinschaft die drei Modelle EEG, BEG und GEA im Detail. Hier konzentrieren wir uns auf das, was in Kärnten speziell ist. Warum sich das Thema gerade in Kärnten rechnet Drei Faktoren kommen in Kärnten zusammen. Erstens die Sonne: Mit rund 1.050 bis 1.150 Kilowattstunden Ertrag pro installiertem Kilowattpeak liegt Kärnten österreichweit an der Spitze, das Klagenfurter Becken und das Lavanttal noch etwas darüber. Eine 10-kWp-Anlage liefert also gut 11.000 kWh im Jahr, von denen ein Einfamilienhaus ohne Speicher nur etwa 30 Prozent selbst verbraucht. Zweitens der Einspeisetarif: Der OeMAG-Marktpreis lag im Juli 2026 bei 6,146 Cent pro Kilowattstunde, das ist die gesetzliche Untergrenze, und die Tendenz zeigt seit Monaten nach unten (aktuelle Werte in unserem Marktpreis-Überblick). Drittens die Netzstruktur: Kärnten ist kleinteilig besiedelt, viele Ortschaften hängen an einem gemeinsamen Trafo. Das erleichtert lokale Energiegemeinschaften mit dem vollen Netzentgelt-Abschlag. ~1.100 kWhJahresertrag je kWp in Kärnten 6,146 ctOeMAG-Tarif Juli 2026 je kWh 57 %Netzentgelt-Abschlag lokal 8 bis 12 cttypischer EG-Einspeisepreis Rechnen Sie es grob durch: 7.000 kWh Überschuss, davon landen 60 Prozent in der Gemeinschaft, zu 10 statt 6 Cent. Das sind 168 Euro mehr im Jahr auf der Einspeiseseite. Dazu kommt die Bezugsseite, denn in den Abend- und Winterstunden sind Sie selbst Abnehmer und sparen beim EG-Strom Netzentgelt und Abgaben. Unser Energiegemeinschaft-Rechner rechnet das mit Ihren Werten durch. Netzgebiet, Nahbereich und Kärnten Netz Ob eine Energiegemeinschaft in Ihrer Gemeinde lokal oder regional ist, entscheidet nicht die Postleitzahl, sondern der Netzanschluss. In Kärnten betreibt die Kärnten Netz GmbH, eine Tochter der Kelag, den Großteil des Verteilnetzes. Wer an derselben Trafostation hängt, bildet den Lokalbereich, wer am selben Umspannwerk hängt, den Regionalbereich. Der Unterschied ist bares Geld: Nahebereich entscheidet über die Netzentgelt-Ersparnis Umspannwerk (Mittelspannung) Trafo A Trafo B Trafo C Lokal: selber Trafo, minus 57 % Regional: selbes Umspannwerk, minus 28 % Gelbe Dächer: PV-Erzeuger Lokal (Niederspannung, derselbe Trafo) bringt den größten Netzentgelt-Abschlag, regional (dasselbe Umspannwerk) den kleineren. Abschlag auf den Arbeitspreis des Netznutzungs- und Netzverlustentgelts, Stand 2026 (E-Control). Merkmal Lokale EEG Regionale EEG Bürgerenergiegemeinschaft Verbindung über selber Trafo (Niederspannung) selbes Umspannwerk (Mittelspannung) österreichweit, ab Okt. 2026 auch im Nahbereich Netznutzungsentgelt (Arbeit) minus 57 % minus 28 % voll, im Nahbereich reduziert Netzverlustentgelt minus 57 % minus 28 % voll Elektrizitätsabgabe (1,5 ct/kWh) entfällt entfällt bleibt Erneuerbaren-Förderbeitrag entfällt entfällt bleibt Typisch in Kärnten Ortschaft, Siedlung, Gewerbegebiet Gemeinde, Tal, Bezirksteil Gemeinschaften von Anbietern Die gute Nachricht: Sie müssen die Netzebene nicht selbst herausfinden. Bei der Anmeldung prüft der Netzbetreiber über die Zählpunktnummer, welchem Trafo und welchem Umspannwerk Ihr Anschluss zugeordnet ist. EBZ übernimmt diese Abfrage im Rahmen der Erstberatung. So kommen Sie in Kärnten in eine Energiegemeinschaft Es gibt zwei Wege: einer bestehenden Gemeinschaft beitreten oder eine neue gründen. Für die meisten Privathaushalte ist der Beitritt der schnellere Weg, weil die Rechtsform, der Vertrag mit dem Netzbetreiber und die Abrechnung schon stehen. Die Gründung lohnt sich vor allem für Gemeinden, Betriebe oder Nachbarschaften mit mehreren Erzeugern, Details dazu im Artikel Energiegemeinschaft gründen. Erstgespräch und EignungscheckWir klären Ihre PV-Leistung, den Verbrauch, ob ein Smart Meter mit Viertelstundenwerten aktiv ist und in welchem Netzbereich Ihr Anschluss liegt. Passende Gemeinschaft wählenJe nach Standort nehmen wir Sie in eine bestehende Energiegemeinschaft im Nahbereich auf oder bündeln mehrere Interessenten zu einer neuen. Zählpunktfreigabe beim NetzbetreiberIm Kundenportal der Kärnten Netz stimmen Sie der Datenweitergabe für Ihren Zählpunkt zu. Das dauert wenige Minuten, wir leiten Sie an. Aufnahme und StartDie Gemeinschaft meldet Ihren Zählpunkt über das EDA-Portal an. Ab dem Folgemonat wird Ihr Strom zugeordnet. Monatliche AbrechnungÜber die energyfamily-Plattform sehen Sie, wie viel Strom Sie in die Gemeinschaft geliefert oder von ihr bezogen haben. Die Abrechnung läuft automatisch. Energiegemeinschaft in Kärnten: Eignung in 10 Minuten prüfen

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