Photovoltaik-Landesförderungen 2026: Der große Vergleich aller 9 Bundesländer
Die Photovoltaik Landesförderung entscheidet 2026 oft über mehrere tausend Euro – und sie unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland enorm. Während der Bund über das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) einheitlich agiert, kocht jedes der neun Bundesländer sein eigenes Süppchen: mit eigenen Richtlinien, Pauschalen, Stichtagen und Sonderschienen. Was in Kärnten als attraktive 3.000-Euro-Pauschale lockt, gibt es in Salzburg gar nicht mehr. Was in Wien neu eröffnet wird, läuft in Niederösterreich nur über die Wohnbauförderung. Wer nicht weiß, was wo gilt, verschenkt schnell Geld – oder beantragt im schlimmsten Fall eine Förderung, für die er gar nicht infrage kommt.
Genau deshalb haben wir diesen umfassenden Ratgeber erstellt. Hier finden Sie alle aktuellen PV-Landesförderungen 2026 für alle neun Bundesländer im strukturierten Vergleich – mit konkreten Beträgen, Stichtagen, Voraussetzungen und Praxis-Tipps. Egal, ob Sie in Klagenfurt, Graz, Innsbruck, Salzburg, Linz, St. Pölten, Eisenstadt, Bregenz oder Wien wohnen: Wählen Sie unten Ihr Bundesland, schätzen Sie mit dem Förder-Schnellrechner Ihre mögliche Förderhöhe und sehen Sie, welche Förderungen Sie kombinieren können.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei-Säulen-Modell: Bund (EAG, überall gleich) + Land (sehr unterschiedlich) + Gemeinde (oft übersehen, bis 1.000 €).
- Höchste Landespauschale: Kärnten mit 3.000 € (PV ≥ 5 kWp + Speicher ≥ 5 kWh), voll mit dem Bund kombinierbar.
- Speicher-Schiene: Burgenland 100 €/kWh (max. 2.000 €), OÖ 150 €/kWh (nur Bestand), Tirol 100 €/kWh (max. 1.000 €).
- Sanierungs-/Punktesysteme: Steiermark (Sanierungsbonus 15 %) und Niederösterreich (Wohnbauförderung).
- Vorsicht bei Kombination: Wien & OÖ schließen sie (teils) aus, im Burgenland gilt „Bund vor Land“. Salzburg: keine Landesförderung mehr.
- EBZ-Energie übernimmt in Kärnten & der Steiermark die komplette Förderabwicklung – aus einer Hand.
Das Förder-Drei-Säulen-Modell in Österreich erklärt
PV-Förderungen funktionieren in Österreich nach einem Drei-Säulen-Modell – Bund, Land und Gemeinde. Jede dieser Ebenen hat ihre eigenen Programme, Töpfe und Spielregeln, und in vielen Fällen lassen sie sich kombinieren.
1. Bund (EAG)
Einheitlich in ganz Österreich, 60 Mio. € Budget 2026, 1.500–2.800 € je Privatanlage.2. Land
Große Vielfalt: Pauschalen, Speicher-, Sanierungsprogramme – oder gar keine Förderung mehr.3. Gemeinde
Oft übersehen: zusätzlich 200–1.000 €, meist mit dem Bund kombinierbar.Der entscheidende Punkt für 2026: Seit der EAG-Novelle 2026 ist die Kombinierbarkeit für PV-Anlagen bis 100 kWp (Kategorien A, B, C) explizit erlaubt – sofern die beihilferechtlichen Höchstgrenzen eingehalten werden. Was in der Praxis kombinierbar ist und was nicht, hängt jedoch von der jeweiligen Landesrichtlinie ab. Hier lohnt sich der detaillierte Blick auf jedes einzelne Bundesland.
EAG-Bundesförderung 2026: Die einheitliche Basis für ganz Österreich
Da der EAG-Investitionszuschuss für alle neun Bundesländer gleich gilt, fassen wir die wichtigsten Eckdaten kompakt zusammen, bevor wir auf die individuellen Landesförderungen eingehen. Mit der EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom-Novelle 2026 wurden die Konditionen am 16. Januar 2026 fixiert.
| Kategorie | Anlagengröße | Fördersatz PV |
|---|---|---|
| A | bis 10 kWpeak | 150 €/kWp |
| B | 10–20 kWpeak | 140 €/kWp |
| C | 20–100 kWpeak | max. 130 €/kWp |
| D | 100–1.000 kWpeak | max. 120 €/kWp |
Stromspeicher werden mit 150 €/kWh bis maximal 50 kWh gefördert, allerdings nur in Kombination mit einer PV-Neuerrichtung oder -Erweiterung. Hinzu kommt der Made-in-Europe-Bonus mit jeweils 10 % pro Komponente (PV-Module, Wechselrichter, Speicher) – insgesamt also bis zu 20 % Zuschlag für die PV-Anlage und weitere 10 % für den Speicher.
Wichtig: In den Kategorien A und B gilt First-Come-First-Served mit Ticketziehung – der EAG-Antrag muss vor Inbetriebnahme gestellt werden.
Förderung nach Bundesland – wählen Sie Ihr Bundesland
Tippen Sie auf Ihr Bundesland, um die wichtigste Landesförderung 2026 auf einen Blick zu sehen – inklusive Kombinierbarkeit mit dem Bund und Link zum ausführlichen Ratgeber.
Förder-Schnellrechner 2026
Schätzen Sie in Sekunden Ihre mögliche Gesamtförderung. Der Rechner berechnet den bundesweiten EAG-Zuschuss exakt und ergänzt – wo eindeutig möglich – die jeweilige Landesförderung (z. B. die Kärntner 3.000-Euro-Pauschale oder die Tiroler Speicherförderung). Die genauen Landesbeträge stehen im jeweiligen Bundesland-Ratgeber.
Schätzung ohne Gewähr. Landesförderungen sind teils projektabhängig – Details im jeweiligen Ratgeber.
Alle Bundesländer im Detail
Burgenland: Speicherförderung als zentraler Hebel teilweise kombinierbar
Im östlichsten Bundesland liegt der Schwerpunkt der Landesförderung im Privatbereich nicht auf der PV-Anlage selbst, sondern auf der nachträglichen Errichtung von Stromspeichern. Eine eigene direkte PV-Pauschale für Privathaushalte gibt es im Burgenland 2026 nicht. Wer hier eine neue PV-Anlage baut, muss sich auf die Bundesförderung stützen – ergänzt durch die attraktive Speicher-Nachrüstung des Landes.
Die burgenländische Stromspeicher-Förderung 2026 sieht 100 € pro kWh nutzbarer Kapazität vor, mit einem Maximum von 20 kWh – also bis zu 2.000 Euro, plus Kostenobergrenze von 30 %. Antragsberechtigt sind Eigentümer privater Wohngebäude (Wohnflächenanteil über 50 %). Wichtig ist das strikte Prinzip „Bund vor Land“: Die EAG-Bundesförderung muss vorrangig beantragt werden, sonst verfällt der Anspruch auf die Landesförderung. Der Antrag kann bis sechs Monate nach Rechnungsdatum gestellt werden. Mehr dazu im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Burgenland.
Kärnten: Die attraktive 3.000-Euro-Pauschale kombinierbar
Kärnten hat seine Förderlandschaft 2026 grundlegend vereinfacht. Wer eine neue private PV-Anlage mit mindestens 5 kWp errichtet und gleichzeitig einen Stromspeicher mit mindestens 5 kWh installiert, erhält pauschal 3.000 Euro vom Land – unabhängig von der Anlagengröße. Wer nur einen Speicher (ab 5 kWh) nachrüstet, bekommt 1.000 Euro. Reine PV-Anlagen ohne Speicher werden nicht mehr gefördert.
Das Land stellt 2026 rund 40 Millionen Euro bereit; der erste Fördercall startet am 15. April 2026, Anträge sind bis 30. Juni 2026 möglich – allerdings erst nach vollständiger Fertigstellung der Anlage. Der attraktivste Aspekt: Die Anrechnung von Bundesförderungen entfällt, Sie bekommen die Pauschale also „on top“ zum EAG-Zuschuss. Für eine typische 8-kWp-Anlage mit 8-kWh-Speicher ergibt das rund 4.500 bis 5.500 Euro Gesamtförderung. Für Betriebe gibt es ein eigenes Programm mit bis zu 200 €/kWp (max. 45 % der Kosten, höchstens 500.000 €). Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Kärnten.
Niederösterreich: Wohnbauförderung als Hebel kombinierbar
In Niederösterreich gibt es 2026 keine klassische PV-Pauschale für Private. Stattdessen wird Photovoltaik primär über die Wohnbauförderung – konkret die Eigenheimsanierung – gefördert. PV-Anlagen bringen als ökologische Maßnahme zusätzliche Punkte im Punktesystem; auch die alleinige Errichtung einer PV-Anlage ohne weitere Sanierung ist förderfähig. Ein zusätzlicher Stromspeicher erhöht die Punkteanzahl weiter und wird laut der im November 2025 novellierten Richtlinie nun auch im Einfamilienhausbereich berücksichtigt.
Eine Spezialschiene gibt es für PV-Parkplatzüberdachungen: 2 Millionen Euro, Stichtag 30. Juni 2026, gedeckelt bei 45 % der umweltrelevanten Mehrkosten (für Gebietskörperschaften, Unternehmen, Vereine). Besonders relevant für Private: Niederösterreich hat extrem viele Gemeindeförderungen (von Auersthal über Hollabrunn und Klosterneuburg bis Mödling und Baden), die fast immer mit dem Bund kombinierbar sind. Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Niederösterreich.
Oberösterreich: Speicher-Nachrüstung im Fokus Speicher nicht kombinierbar
Oberösterreich verfolgt 2026 einen pragmatischen Ansatz: keine PV-Förderung pro kWp für Private, dafür ein gezieltes Speicher-Nachrüstungsprogramm. Mit dem Programm „Nachrüstung von systemdienlichen Solarstromspeichern“ (in Kraft seit 1. März 2026) fördert das Land 150 € pro kWh Nennkapazität bis maximal 15 kWh – also bis zu 2.250 Euro, gedeckelt bei 40 % der Bruttoinvestitionskosten.
Antragsberechtigt sind Private, Gemeinden und Vereine, deren PV-Anlage vor dem 1. Jänner 2026 in Betrieb ging. Die Speicherkapazität soll sich an etwa 1,5 kWh pro kWp orientieren (mind. 0,5 kWh/kWp). Wichtige Einschränkung: Die OÖ-Speicherförderung ist nicht mit der EAG-Speicherförderung des Bundes kombinierbar. Daneben unterstützt das Land Dächer-Prüfung und -Ertüchtigung. Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Oberösterreich.
Salzburg: Der harte Schnitt zum Jahreswechsel primär Bund
Salzburg hat zum Jahreswechsel 2025/2026 einen harten Schritt vollzogen: Die bisherige PV-Landesförderung (zuletzt bis zu 2.000 Euro für PV + Speicher) ist mit 31. Dezember 2025 ersatzlos ausgelaufen, auch die Stadt Salzburg hat ihre Förderung mit 1. Jänner 2026 eingestellt. Aktuell fördert das Land nur noch betriebliche PV-Anlagen (max. 40 % der Kosten).
Für Privathaushalte gibt es keine eigenständigen Salzburger Landeszuschüsse mehr – das Land verweist direkt an die OeMAG/EAG-Abwicklungsstelle. Wer 2026 in Salzburg eine private Anlage errichtet, stützt sich also auf die EAG-Bundesförderung (1.500–2.800 € plus Made-in-Europe-Bonus) und sollte auf mögliche Gemeindezuschüsse achten. Im Sanierungskontext kann die Salzburger Wohnbauförderung relevant sein. Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Salzburg.
Steiermark: Sanierungsbonus und Ökofonds kombinierbar
In der Steiermark gibt es 2026 keine klassische PV-Pauschale für Standard-Eigenheime, dafür mehrere attraktive Sonderförderungen. Die wichtigste ist der „Steirische Sanierungsbonus 2026“, ein befristeter Call vom 1. April bis 15. Mai 2026 mit 9,8 Millionen Euro Budget. Gefördert werden rückwirkend bereits umgesetzte Sanierungsmaßnahmen – ausdrücklich auch PV-Anlage plus Stromspeicher. Die Förderhöhe beträgt maximal 15 % der Kosten (abhängig vom Ökopunkte-Wert) und ist mit anderen Förderungen inklusive EAG kombinierbar.
Für innovative Projekte ab 20 kWp gibt es den Ökofonds (bis 30 % der Kosten, max. 250.000 €; Boni: 50 €/kWp Made-in-Europe und 125 €/kWp bei Integration in ein dezentrales Energiesystem) – für bauwerksintegrierte PV, Hybridkollektoren, Parkplatzüberdachungen, Floating- und Agri-PV. Die steirische Wohnbauförderung wird 2026 reformiert („Sanierungspass“, Start voraussichtlich Sommer 2026). Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Steiermark.
Tirol: Wohnhaussanierung und Speicher-Nachrüstung kombinierbar
Tirol bietet 2026 eine klar strukturierte Landesförderung, allerdings mit halbierter Förderhöhe. Im Rahmen der Wohnhaussanierung werden PV-Anlagen mit einem Einmalzuschuss von 50 % der förderbaren Kosten gefördert, gedeckelt bei 125 €/kWp (Kostenobergrenze 250 €/kWp). Voraussetzung: Die PV-Anlage ist Teil eines genehmigten Sanierungsvorhabens auf einem bestehenden Wohngebäude. Die Halbierung von 250 auf 125 €/kWp ab 1. Januar 2026 begründet das Land mit gesunkenen Modulpreisen.
Eine Tiroler Spezialität ist die Speicher-Nachrüstungsförderung 2026: bis zu 10 kWh mit 100 €/kWh, also maximal 1.000 Euro (Inbetriebnahme ab 1. Jänner 2026, netzdienliche Steuerung). Land und Bund lassen sich in Tirol besonders sinnvoll kombinieren. Dazu kommen regionale Sonderprogramme (Landeck, Lechtal-Reutte, Pitztal) mit oft 20–40 % der Kosten. Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Tirol.
Vorarlberg: Spezialfokus auf versiegelte Flächen kombinierbar
Vorarlberg geht 2026 einen eigenen Weg: Das Land fördert keine klassischen Dach-PV-Anlagen für Private, sondern PV-Überdachungen versiegelter Flächen (Carports, Parkplätze) ab 20 kWp – Anlagen auf bestehenden Gebäuden sind ausdrücklich nicht förderfähig (max. 50.000 € pro Anlage).
Für Standard-Dachanlagen gibt es auf Landesebene keine direkte Förderung. Allerdings bietet die VKW (Vorarlberger Kraftwerke) eine Speicher-Förderung von 50 €/kWh (max. 500 €), Voraussetzung ist ein bestehender VKW-Einspeisevertrag. Zusätzlich lohnt die Frage bei der eigenen Gemeinde. Privathaushalte sind damit primär auf die EAG-Bundesförderung angewiesen – mit 150 €/kWp in Kategorie A plus Bonus aber durchaus attraktiv. Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Vorarlberg.
Wien: Komplettumbau mit Fokus auf urbane Lösungen nicht kombinierbar
Wien hat seine Förderlandschaft 2026 umgekrempelt. Die bisherige „Sonnenstrom-Offensive 2025“ (bis 500 €/kWp) und die Wiener Speicherförderung (max. 2.000 €) sind mit 31. Dezember 2025 ausgelaufen. Standard-Dachanlagen auf Einfamilienhäusern werden 2026 nicht mehr vom Land gefördert – hier ist der EAG-Bundeszuschuss der einzige Hebel.
Stattdessen startet die Stadt Wien am 1. Mai 2026 ein neues Paket mit 7 Millionen Euro, fokussiert auf urbane Lösungen: neu gefördert werden vor allem PV-Fassadenanlagen und PV-Verschattungsanlagen auf begehbaren Dächern; bestehende Förderungen für Mehrgeschosswohnbauten, Flugdächer und Gründächer laufen weiter. Wichtig: Eine Kombination der Wiener Landesförderung mit EAG oder Klima- und Energiefonds ist nicht möglich – man muss sich entscheiden. Details im Ratgeber Photovoltaik-Förderung Wien.
Übersichtstabelle: Alle 9 Bundesländer im Schnellvergleich
| Bundesland | Landesförderung 2026 | Mit EAG kombinierbar? |
|---|---|---|
| Burgenland | Speicher-Nachrüstung 100 €/kWh (max. 20 kWh); keine PV-Direktförderung für Private | teilweise (Bund vor Land) |
| Kärnten | PV+Speicher-Pauschale 3.000 € (ab 5 kWp + 5 kWh); Nachrüstung 1.000 €; Antrag bis 30.06.2026 | ja |
| Niederösterreich | Keine Direktförderung; Wohnbauförderung (Punktesystem); Parkplatz-Schiene 2 Mio. € | ja |
| Oberösterreich | Speicher-Nachrüstung 150 €/kWh (max. 15 kWh) – nur PV vor 1.1.2026 | nein (Speicher) |
| Salzburg | Keine PV-Landesförderung mehr – nur EAG-Bundesförderung | — |
| Steiermark | Sanierungsbonus 15 % rückwirkend (1.4.–15.5.2026); Ökofonds ab 20 kWp | ja |
| Tirol | Wohnhaussanierung 50 % bis 125 €/kWp; Speicher-Nachrüstung 100 €/kWh (max. 10 kWh) | ja |
| Vorarlberg | Nur PV-Überdachungen versiegelter Flächen ab 20 kWp (max. 50.000 €); VKW-Speicher 50 €/kWh | ja |
| Wien | Standard-Dach nicht mehr gefördert; ab 1.5.2026 Fokus Fassade/Verschattung (7 Mio. €) | nein |
In welchen Bundesländern lohnt sich PV 2026 am meisten?
Die Förderhöhe ist nicht das einzige Kriterium für die Wirtschaftlichkeit – auch Sonneneinstrahlung, Strompreise und Verbrauchsmuster spielen eine Rolle. Trotzdem lassen sich klare Tendenzen ableiten.
Kärnten ist 2026 mit Abstand das attraktivste Bundesland für private PV-Investitionen: einheitliche 3.000-Euro-Pauschale, volle Kombinierbarkeit mit dem Bund und hohe Sonneneinstrahlung im Süden. Ebenfalls stark ist die Steiermark – nicht durch eine Pauschale, sondern durch Sanierungsbonus, Ökofonds und viele Gemeindeförderungen. In Niederösterreich profitieren vor allem jene, die ohnehin sanieren oder neu bauen. In Tirol ist die Halbierung der Sätze ein Wermutstropfen, dafür sind die Förderungen im Sanierungskontext gut planbar. Burgenland und Oberösterreich punkten mit ihrer Speicher-Nachrüstung – ideal für Bestandsanlagen. Salzburg und Wien sind die Bundesländer, in denen Privathaushalte 2026 fast ausschließlich auf die EAG-Bundesförderung angewiesen sind.
Strategische Tipps zur optimalen Förderkombination
- Beginnen Sie immer mit dem EAG-Bundeszuschuss. Er ist überall gleich, mit den höchsten Beträgen verbunden und meist mit Landes- und Gemeindeförderungen kombinierbar. Wer in den Kategorien A/B den besten Reihungsplatz will, sollte am Starttag (23. April 2026) punktgenau ein Ticket ziehen.
- Setzen Sie auf den Made-in-Europe-Bonus. 10 % pro Komponente summieren sich schnell auf über 20 % Mehrförderung. Achten Sie darauf, dass die Komponenten auf der offiziellen White List der EAG-Abwicklungsstelle stehen.
- Kombinieren Sie PV mit Speicher. Speicher werden bundesweit mit 150 €/kWh gefördert, in Kärnten kommt die 3.000-Euro-Pauschale dazu, in Tirol weitere 100 €/kWh. Das erhöht Förderung und Eigenverbrauch zugleich.
- Vergessen Sie die Gemeinde nicht. Viele Gemeinden – besonders in NÖ, der Steiermark und Kärnten – zahlen 200 bis 1.000 Euro zusätzlich. Ein Anruf beim Gemeindeamt lohnt sich fast immer.
- Denken Sie ganzheitlich. Wer ohnehin saniert, plant PV im Gesamtkonzept – das öffnet zusätzliche Töpfe (Wohnbauförderung, Sanierungsbonus). Wer eine Wärmepumpe plant, erhält in vielen Bundesländern Bonus-Förderungen für die Kombination PV + Wärmepumpe.
Fazit: Die richtige Strategie ist alles
Die österreichische PV-Förderlandschaft 2026 ist so vielfältig wie nie zuvor – und genau das macht sie für Hausbesitzer ohne Spezialwissen gefährlich. Wer in Kärnten wohnt und die volle Kombination nutzt, kassiert mehrere tausend Euro, die anderswo gar nicht existieren. Wer in Wien lebt, muss strategisch zwischen Stadt und Bund entscheiden. Wer in Salzburg plant, ist fast vollständig auf die Bundesförderung angewiesen. Was alle eint: begrenzte Töpfe, kurze Fristen und anspruchsvolle Formalitäten. Die richtige Reihenfolge bei der Antragstellung, die korrekte Komponentenauswahl für den Made-in-Europe-Bonus und eine rechtzeitige Vorbereitung entscheiden über mehrere tausend Euro.
Sie wohnen in Kärnten oder der Steiermark? Wir holen das Maximum für Sie heraus.
EBZ-Energie GmbH ist Ihr verlässlicher Partner für Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen in Kärnten und der Steiermark. Mit Sitz in Villach kennen wir die Förderlandschaft in unseren beiden Heimat-Bundesländern in jedem Detail – inklusive der unzähligen Gemeindeförderungen, die online oft gar nicht zentral kommuniziert werden. Wir installieren ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern – keine Subunternehmer, keine Verantwortungslücken – und übernehmen die komplette Förderabwicklung: von der Erstberatung über die strategische Förderkombination und die fristgerechte Ticketziehung beim EAG-Call bis zur Endabrechnung bei Land und Gemeinde.
Häufig gestellte Fragen zu PV-Landesförderungen 2026
Welches Bundesland hat 2026 die höchste PV-Landesförderung?
Kärnten bietet mit der 3.000-Euro-Pauschalförderung für PV+Speicher die höchste direkte Landespauschale für Privathaushalte. Die Steiermark punktet mit dem Sanierungsbonus (15 % rückwirkend) und dem Ökofonds für innovative Projekte. Tirol fördert über die Wohnhaussanierung 125 €/kWp. In Salzburg und Wien gibt es keine vergleichbaren Direktförderungen für Standard-Anlagen.
Kann ich Bundes- und Landesförderung in jedem Bundesland kombinieren?
Nein, das hängt vom Bundesland ab. In Kärnten, Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Burgenland ist die Kombination grundsätzlich möglich. In Wien schließt die Stadt eine Kombination der Wiener Landesförderung mit der EAG-Bundesförderung explizit aus. In Oberösterreich ist die Speicherförderung des Landes nicht mit der EAG-Speicherförderung kombinierbar. Im Burgenland muss die Bundesförderung sogar vorrangig beantragt werden.
Bis wann muss ich meinen Antrag 2026 stellen?
Das hängt von der Förderschiene ab. Der EAG-Bundeszuschuss läuft in drei Calls (23.04.–11.05., 16.–30.06., Oktober 2026). Die Kärntner Landesförderung ist bis 30. Juni 2026 möglich. Der Steirische Sanierungsbonus läuft vom 1. April bis 15. Mai 2026. Die Wiener Landesförderung startet am 1. Mai 2026. Wichtig: EAG-Antrag immer vor Inbetriebnahme, Landesanträge oft erst nach Fertigstellung.
Was passiert, wenn die Fördertöpfe ausgeschöpft sind?
Bei vollständiger Ausschöpfung der Mittel werden auch fristgerechte Anträge abgelehnt – es gilt das First-Come-First-Served-Prinzip in den meisten Programmen. Daher ist eine frühzeitige Vorbereitung essentiell. In Wien wurden 2024 die Fördertöpfe bereits im Juni ausgeschöpft. In Kärnten standen 2025 rund 40 Millionen Euro für 13.000 Förderanträge bereit. Eine zeitgerechte Antragstellung am ersten Tag des Calls erhöht die Erfolgsaussichten erheblich.
Übernimmt EBZ-Energie auch in anderen Bundesländern die Förderabwicklung?
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Stand: Juni 2026. Alle Angaben ohne Gewähr und ersetzen keine individuelle Förderberatung. Förderhöhen, Budgets, Fristen und Kombinierbarkeit können sich ändern bzw. sind budgetär begrenzt. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Richtlinien der EAG-Abwicklungsstelle (OeMAG) sowie der Länder und Gemeinden.
